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Wie
oft sollte ich stillen? |
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Die
erste Milch, die von der weiblichen Brust
in den ersten Tagen nach der Geburt produziert
wird, nennt man Colostrum. Die Farbe dieser
Erstmilch reicht von einem matten Gelbton
bis hin zu einem dunkeln Orange. Diese Milch
bietet die optimale Ernährung für
das Baby in den ersten Tagen. Die Milch besteht
aus Eiweißen, Aufbaufaktoren, Vitaminen,
Mineralien, natürlichen Wachstumsfaktoren,
Aminosäuren, Immunglobulinen und anderen
für das Immunsystem wichtigen Zellen. Die
Milchproduktion nimmt stetig zu. Anfänglich
produziert der weibliche Körper wenig
Milch, circa 37 ml in den ersten 24
Stunden. Das ist aber völlig ausreichend,
da der Magen des Babys anfänglich auch
nur die Größe einer Murmel hat.
Pro Stillen werden dann am Anfang ungefähr
sieben bis 14 ml benötigt (ein
Teelöffel sind circa fünf Milliliter).
Ab dem dritten bis fünften Tag wird
anschließend die normale Muttermilch
produziert. Der Magen des Babys wächst,
damit mehr von der kostbaren Milch aufgenommen
werden kann. Jetzt werden rund 500 ml pro
24 Stunden benötigt, später sogar
rund 750 ml. Es ist also keine Überraschung,
dass Babys am Anfang sehr oft gestillt werden
müssen. Die Erfahrungswerte reichen
von acht bis zwölf Mal innerhalb 24
Stunden. Und es gibt
auch Babys, die in den ersten Tagen sehr
schläfrig
sind und mindestens alle drei Stunden zum
Stillen ermutigt werden müssen, da sie
sonst die wichtigen Mahlzeiten verpassen
könnten. Die Stilleinheiten verteilen
sich dann über längere Zeiträume,
wenn das Baby älter wird. |
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Je
mehr Sie sich mit Ihrem Baby beschäftigen,
desto enger wird die Bindung zwischen Ihnen
und Ihrem Baby und umso besser können
Sie die Signale erkennen, die ihr Baby
aussendet, wenn es Hunger bekommt. Wenn
das Kind hungrig ist, macht es durch Gestiken,
Geräusche und sein Verhalten darauf
aufmerksam. Solche Zeichen könnten
sein: Hände in den Mund nehmen, Sauggeräusche
machen, Rausstrecken und Lecken der Zunge
und Bewegen des Kopfes auf der Suche nach
der Brust. Weinen ist ein Warnsignal, wenn
alle anderen Zeichen und Signale nicht
wahrgenommen wurden und der Hunger dann
bereits schon recht groß ist. |
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Bekommt
mein Baby genug Milch? |
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Es
gibt keine hundertprozentig sichere Methode
um festzustellen, dass ihr Baby genug Milch
bekommt. Aber wenn ihr Baby kontinuierlich
zunimmt, aufmerksam ist und eine gesunde
Hautfarbe hat, sind das Indikatoren, die
für eine ausreichende Milchaufnahme
sprechen. Der Windelverbrauch ihres Babys
ist ebenfalls ein Indikator für genügende
Nahrungsaufnahme. Ab dem vierten Tag sind
sechs nasse Windeln und mindestens drei
Windeln mit Stuhlgang (in der Größe
einer 20 Cent Münze) ebenfalls
ein Zeichen ausreichender Nahrung. Wenn
ihr Baby heranwächst, verändert
sich die Farbe des Stuhlgangs von anfänglich
Schwarz und teerig über Grün
zu Gelb.
Dieses Senfgelb ist normalerweise recht
dünnflüssig, vergleichbar mit Erbsensuppe.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre
Hebamme oder Stillberaterin oder suchen Sie
einen Arzt auf. |
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Die
Benutzung von künstlichen Saugern
vor dem Alter von drei bis vier Wochen
kann das Stillen erheblich erschweren.
Als Folge dessen, kann das Baby Schwierigkeiten
haben, die richtige Saugtechnik anzuwenden.
Man spricht in diesem Zusammenhang von
Saugverwirrung. Ursache für diese
Verwirrung sind die unterschiedlichen Saugtechniken
die beim Saugen an einer Brustwarze und
an einem künstlichen Sauger gebraucht
werden. Einige Babys können anfänglich
Schwierigkeiten haben zwischen diesen beiden
Techniken zu unterscheiden. Wenn Ihr Baby
an der Brust sehr unruhig ist, können
Sie ein wenig Milch ausdrücken und
damit den Milchreflex auslösen. Es
könnte Ihrem Baby das Stillen erleichtern
und die Verweildauer erhöhen, wenn
die Milch bereits vor dem Anlegen des Babys
aus der Brust fließt. Lassen Sie
sich von Ihrer Hebamme oder Stillberaterin
beraten. |
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Ab
und zu kommt es vor, dass Babys nach einigen
Monaten erfolgreichen Stillens das Stillen
plötzlich verweigern. Es ist allerdings
recht ungewöhnlich, wenn dies vor
Erreichen des ersten Lebensjahrs passiert.
Ein unnötig frühes Abstillen
ist nicht im Sinne
Ihres Babys. In vielen Fällen lohnt
es sich am Ball zu bleiben und nicht gleich
aufzugeben. Falls das Baby das Stillen
also plötzlich
verweigern sollte, versuchen Sie es erneut,
wenn das Baby schläfrig ist. Der enge
Hautkontakt beim Schmusen und Spielen hilft
auch dabei, das Baby wieder schneller an
die Brust zu gewöhnen. Manchmal dauert
es zwei bis vier Tage, bis es wieder mit
dem Stillen klappt. Wenn Sie die Milch
in dieser Zeit regelmäßig zu
jeder normalen Stillmahlzeit ausdrücken
oder abpumpen, halten Sie die Milchproduktion
aufrecht. Die ausgedrückte oder abgepumpte
Milch können Sie dann dem Baby mit
einer Tasse geben und es ermutigen, wieder
an der Brust zu saugen. |
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