Lansinoh - Dedicated to breastfeeding mothers
  Die richtige Vorbereitung  
 
  Rechtzeitig Beratung suchen  
     
  Das DOH (Department of Health) und die WHO (World Health Organisation) empfehlen das Baby in den gesamten ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen, wenn es der Mutter möglich ist.
 
Während der Stillzeit kann es jedoch Momente geben, in denen Sie Informationen und Unterstützung benötigen. Wichtig ist, dass Sie wissen, an wen Sie sich in solchen Momenten wenden können. In Deutschland gibt es mehrere Institutionen und Vereine, die Sie bei Fragen und Problemen rund ums Stillen unterstützen.

Die erste Anlaufstelle ist sicherlich Ihre Hebamme oder Stillberaterin. Darüber hinaus haben Sie auch die Möglichkeit, Hilfe bei den regionalen Landesverbänden der deutschen Hebammen, dem Verband europäischer Laktationsberaterinnen oder der La Leche Liga zu bekommen. Diese Vereine und Institutionen bieten Ihnen eine persönliche und qualitative Beratung an und helfen Ihnen bei Ihren individuellen Problemen weiter. Oft werden auch regionale Stillgruppen organisiert, in denen Sie sich mit anderen Müttern über Ihre Erfahrungen austauschen können. Mehr dazu  finden Sie in der Rubrik Weiterführende Links.

 
     
  Stimmt es wirklich, dass Stillen so wichtig ist?  
     
  Ja, es gibt zahllose Vorteile, wovon wir hier nur die Wichtigsten nennen:

Muttermilch enthält Antikörper, die Schutz vor zahlreichen Infektionen bieten. Langzeitstudien haben herausgefunden, dass gestillte Kinder über einen Schutz gegen Ohrenentzündungen, Allergien und Übergewicht bis hin zu Multipler Sklerose, Rheuma und Herzinfarkt im späteren Leben verfügen.

In dieser bio-aktiven Säuglingsnahrung befinden sich lebende Zellen, die Bakterien und Viren unschädlich machen. Kinder, die nicht gestillt werden, haben mehr kleinere Wehwehchen und Krankenhausaufenthalte als Säuglinge, die von ihrer Mutter gestillt wurden. Außerdem werden immer wieder bedenkliche Stoffe analysiert, die Muttermilchersatznahrung in die Kritik bringen (vgl. Ökotest Juni 2008).

Stillen begünstigt auch eine optimale Entwicklung der Mundflora Ihres Kindes und senkt so die Kariesanfälligkeit. Obendrein formt und stärkt sich der Kiefer, für eine gesunde Zahn- und Kieferstellung.

Ebenso wichtig wie das körperliche Wohlbefinden und die Gesundheit des Babys ist seine psychische Entwicklung, die durch das Stillen positiv stimuliert wird. Durch den engen Kontakt zur Mutter entsteht eine stärkende Bindung. Man nennt das Bonding. Auch nicht gestillte Kinder können Bonding erfahren, doch bei gestillten passiert es ganz selbstverständlich. Als Vater können Sie das Bonding ihres Babys unterstützen, indem Sie es eng an ihrem Körper tragen oder es ruhig in den Schlaf wiegen, z.B. in ein Tragetuch gewickelt. Die meisten Babys mögen eine Massage, auch das könnte Ihr Part sein. Babys, die in den ersten Lebensmonaten ein Urvertrauen zu ihrer Umwelt aufbauen konnten, werden schneller selbstständig und freier agieren.

Die Vorteile sind nicht nur auf das Kind begrenzt: eine stillende Mutter profitiert auch. Stillende Mütter leiden seltener an postnatalen Ängsten und Depressionen, da durch das Stillen Oxytocin freigesetzt wird und dabei hilft, Spannungs- und Stressempfinden zu senken. Für eine stillende Mutter ist es wahrscheinlich, dass sie ihre Figur, die sie vor der Schwangerschaft hatte, wiedererlangt, denn beim Stillen werden die fürs Baby aufgebauten Fettreserven mobilisiert. An nur einem Tag werden bis zu 500 Kalorien zusätzlich verbrannt. (Eine Mutter, die ihr Kind mit der Flasche aufzieht, müsste hierfür 30 Bahnen schwimmen oder über eine Stunde Fahrrad fahren!) Es ist erwiesen, dass stillende Mütter ein Brustkrebsrisiko im späteren Leben reduzieren.
 
Und vergessen wir nicht die praktischen Erwägungen: Wenn Ihr Baby gestillt wird, müssen Sie nachts nicht aufstehen, um Flaschen zu sterilisieren: Muttermilch hat immer die richtige Temperatur. Unterwegs benötigen Sie keine umfangreiche Ausrüstung. Eltern, die ihr Kind mit der Flasche ernähren, geben etwa 2.100 € für künstliche Milch und Zubehör aus. Muttermilch gibt es umsonst!
 
     
  Die richtige Position  
     
  Die richtige Position beim Stillen und im Besonderen die korrekte Art und Weise wie das Baby an die Brust der Mutter gelegt wird, kann verhindern, dass Sie als Mutter unter wunden und eingerissenen  Brustwarzen leiden. Außerdem kann die korrekte Position und Anlegetechnik den Mangel an Muttermilch vorbeugen. Viele Mütter bevorzugen es im Liegen oder im Sitzen zu stillen. Einige Mütter schwören auf die Zuhilfenahme eines Stillkissens um eine komfortable Position für das Baby und sich selber zu finden.

Ganz wichtig ist, dass Sie eine Position finden, die für Sie persönlich bequem ist und Sie sich dann beim Stillen mit Ihrem Baby entspannen können. Wohlfühlatmosphäre, beispielsweise mit angenehmer Musik und gedämpften Licht, kann Ihnen dabei helfen.

Es gibt mehrere empfohlene Stillpositionen. Ob Sie zum Beispiel im Liegen oder Sitzen stillen oder den Wiegegriff, Kreuzgriff oder die so genannte Fußballerhaltung bevorzugen, hängt von mehreren Faktoren und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Bitte fragen Sie Ihre Hebamme oder Stillberaterin nach der für Sie geeigneten Position.  

Unabhängig davon, welche Positionen Sie bevorzugen, sollten Sie darauf achten, dass der Kopf und der Körper des Babys auf Ihre Brust zeigen. Der Mund des Babys sollte auf Höhe der Brustwarze sein. Achten Sie darauf, dass das Baby richtig an Ihre Brust angelegt ist. Das heißt, das Baby sollte viel Brustgewebe mit dem ganzen Mund erfassen und nicht nur an der Brustwarze saugen! So erreichen Sie, einen optimalen Milchfluss und schützen die Brustwarzen vor dem Wundwerden.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall ein Gespräch mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Stillberaterin. Diese kann Ihnen beim Erlernen der richtigen Stillposition und der für Sie passenden Anlegetechnik behilflich sein. Außerdem gibt Ihnen Ihre Hebamme oder Stillberaterin gerne auch weitere wertvolle Ratschläge und Tipps zum Thema Stillen.

Informationsblatt "Stillen unterwegs"
Informationsblatt „Erste Schritte beim Stillen

 
     
 

Die ersten Schritte zu einer zufriedenen Stillzeit hier im Video lernen.

 
     
 
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