Lansinoh - Dedicated to breastfeeding mothers
  Aufbewahrung von Muttermilch  
 
 

Bitte beachten Sie, dass die folgenden Empfehlungen für gesunde und voll ausgetragene Babys gelten. Für Frühgeborene und/oder kranke Babys können andere Richtlinien in Kraft treten. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich unbedingt in Ihrer Klinik und fragen Sie Ihre Hebamme oder Stillberaterin.

Wenn Sie Ihre Muttermilch abpumpen und aufbewahren möchten oder müssen, so gibt es einige Empfehlungen, welche Sie bei der Lagerung beachten sollten.

Bitte achten Sie immer auf Hygiene und Sauberkeit, wenn Sie Muttermilch abpumpen oder umfüllen. Sie sollten sich immer vor der Milchgewinnung gründlich die Hände mit Seife waschen und Flaschen oder Behälter, in denen Muttermilch aufbewahrt werden soll, vor Gebrauch sterilisieren. Vorsterilisierte Muttermilchbeutel können Sie direkt einsetzen, diese müssen nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden. Wir empfehlen Ihnen, Mengen von 60 bis 180 Milliliter Muttermilch einzufrieren und alle Behälter mit der abgefüllten Menge zu beschriften und mit dem jeweiligen Datum zu versehen.

 
     
  Empfehlungen für die Aufbewahrung   
     
  Bei Raumtemperatur bis maximal 25°C kann frische Muttermilch vier bis sechs Stunden aufbewahrt werden. Sollte die Raumtemperatur maximal 22°C betragen, so verlängert sich die Zeit auf bis zu acht Stunden.

 
  Im Kühlschrank sollten Sie Muttermilch bei 4 °C bis 6 °C bis zu drei Tagen lagern. Bitte stellen Sie die Muttermilch nicht in die Türen des Kühlschranks, sondern in den hinteren Teil des Kühlschranks, da es dort kälter ist.

 
  In einer separaten Tiefkühltruhe oder einem separaten Gefrierschrank mit einer konstanten Temperatur von mindestens -18°C können Sie die Muttermilch drei bis sechs Monate aufbewahren.

 
  Sollten Sie  Fragen, Unsicherheiten oder Probleme betreffend der Aufbewahrung von Muttermilch haben, so nehmen Sie bitte mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Stillberaterin Kontakt auf.

 
     
  Das richtige Aufbewahrungsgefäß  
     
  Für eine geeignete Aufbewahrung der Muttermilch im Kühlschrank oder im Gefrierfach gibt es mehrere Varianten:

 
 

Flaschen aus Kunststoff oder Glas

Muttermilchflaschen aus Kunststoff oder Glas haben den Vorteil, dass sie mehrfach benutzt werden können. Die Reinigung und Benutzung der Flaschen ist einfach und komfortabel.
Flaschen aus Kunststoff sind leicht zu handhaben, bruchsicher und für die Aufbewahrung im Kühlschrank und Gefrierfach geeignet. Muttermilchflaschen aus Kunststoff sollten aus Bisphenol A freiem Material hergestellt sein. Die Lansinoh Muttermilchflaschen sind aus Polypropylen – dem bevorzugten Material für die Aufbewahrung von Muttermilch - gefertigt und garantiert frei von der Chemikalie Bisphenol A und Weichmachern.
Glasflaschen sind ebenfalls bestens für die Aufbewahrung von Muttermilch geeignet – allerdings meistens nur im Kühlschrank. Durch die sehr kalten Temperaturen im Gefrierfach kann das Glas platzen und so die kostbare Muttermilch unbrauchbar machen.

Mehr über Lansinoh® Muttermilchflaschen erfahren Sie hier.

 
 

Muttermilchbeutel

Muttermilchbeutel sind ebenfalls sehr gut für die Aufbewahrung der Muttermilch im Kühlschrank und im Gefrierfach geeignet. Muttermilchbeutel können platzsparend liegend eingefroren und sollten anschließend schonend wieder aufgetaut werden. Bitte entsorgen Sie die Muttermilchbeutel nach einmaligem Gebrauch. Lansinoh Muttermilchbeutel  sind aus Polyethylen hergestellt und enthalten garantiert keine Phthalate, so genannte Weichmacher, noch Bisphenol A. Sie sind vorsterilisiert und wurden speziell für das Einfrieren von Muttermilch entwickelt. In das Beschriftungsfeld können das Datum und die eingefüllte Menge geschrieben werden, damit die Milchbeutel in der richtigen Reihenfolge aufgebraucht werden können. Das Beschriftungsfeld liegt außerhalb der Befüllzone, um die kostbare Muttermilch nicht durch Kugelschreiber oder Filzstift zu verunreinigen und Löcher in die Hülle zu drücken. Der doppelte  Zip-Lock-Verschluss der Lansinoh Muttermilchbeutel verhindert sicher ein Auslaufen der Muttermilch.


 
 

Nicht empfehlenswerte Aufbewahrungsmöglichkeiten

Für die Aufbewahrung von Muttermilch sind folgende Gefäße weniger geeignet:

Behälter aus Metall (auch nicht aus Edelstahl), Gefrierbeutel für Lebensmittel, Plastikgefäße, wie beispielsweise Joghurtbecher, andere Verpackungen oder Eiswürfelbehälter. Die genannten Beutel und Plastikgefäße lassen sich nicht sterilisieren. Viele Gefäße sind aufgrund des Materials zum Einfrieren nicht geeignet. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Aufbewahrung der wertvollen Muttermilch ist ein dichtes Verschließen des Gefäßes. Der Verschluss muss sowohl den Einfrier- als auch den Auftauprozess überstehen.

Bitte benutzen Sie für die Aufbewahrung von Muttermilch nur dafür vorgesehene Flaschen oder Beutel! Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Hebamme oder Stillberaterin.

 
     
  Auftauen der Muttermilch  
     
  Um die wertvolle Inhaltsstoffe Ihrer Muttermilch zu erhalten, sollte das Auftauen so schonend wie möglich erfolgen.

 
  Stellen oder legen Sie das Gefäß mit der Muttermilch nach Entnahme aus dem Gefrierfach für 24 Stunden in den Kühlschrank oder lassen Sie das Gefäß bei Raumtemperatur auftauen.

 
  Falls es nötig ist, und Sie die Muttermilch schnell auftauen müssen, so können Sie die Milch auch unter fließenden kalten bis lauwarmen Wasser (mit einer maximalen Temperatur von 37°C), im Wasserbad oder im Flaschenwärmer aufgetaut werden.

 
 

Bitte bringen Sie die Muttermilch nicht zum Kochen!

Bevor Sie die Temperatur der Milch testen, rühren Sie die Milch bitte vorsichtig um. Muttermilch trennt sich in Milch und Sahne, die sich dann oben absetzt. Da ist ein völlig normaler Vorgang und braucht Ihnen keine Sorgen zu machen. Die Schichten lösen sich nach langsamer Erwärmung oder vorsichtigem Schütteln wieder auf. Auch wenn die Milch leicht gelblich, bräunlich oder bläulich aussieht, ist das kein Anzeichen für eine schlechte Muttermilch.

In einigen sehr seltenen Fällen kann es geschehen, dass die Muttermilch nach dem Auftauen ranzig oder seifig schmeckt oder riecht. Das kann an einem erhöhten Gehalt des Enzyms Lipase in der Milch liegen. Dies ist unbedenklich. Ihr Baby kann aber eventuell die Aufnahme der Muttermilch aufgrund des Geruchs oder des Geschmacks verweigern. Um dem entgegen zu wirken können Sie die Milch nach dem Abpumpen für circa 30 Minuten auf 63°C  erwärmen. Die Lipase wird inaktiviert, andere wertvolle Nährstoffe bleiben erhalten.

 
  Bitte verwenden Sie keine Mikrowelle oder kochendes Wasser um die Muttermilch aufzutauen!

 
     
  Aufbewahren von aufgetauter Muttermilch  
     
  Ungeöffnete Muttermilch kann bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 
  Wenn Sie die aufgetaute Muttermilch bereits geöffnet haben, so sollten Sie diese maximal noch zwölf Stunden im Kühlschrank aufbewahren.

 
  Wenn die Muttermilch bereits aufgetaut ist, sich aber nicht mehr im Kühlschrank befindet, sollte sie innerhalb von vier Stunden verbraucht werden.

 
  Bitte erwärmen Sie bereits erwärmte Muttermilch nicht noch mal auf und verfüttern Sie diese auch nicht.

 
 

Wenn Sie weitere Informationen zum Thema Aufbewahrung von Muttermilch benötigen, finden Sie in der Rubrik Weiterführende Links einige Anlaufstellen.

 
 
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